Montag, 31. Oktober 2011

RTL Nachtjournal: Abofallen-Betreiber vor Gericht

Das RTL Nachtjournal berichtete am 01.11.2011 über das Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Hamburg gegen Abofallenbetreiber wegen mutmaßlichen Betruges, sowie mutmaßlich gewerblichen Urheberrechtverletzungen. Gegen Letztes ging mindestens ein Rechteinhaber schon erfolgreich zivilrechtlich vor.

Mit immer neuen Abofallen versuchten die Hintermänner von Abzockeseiten wie Onlinedownloaden.de und 99downloads.de den Verbrauchern kostenpflichtige Verträge für im Grunde wertlose Dienstleistungen unterzuschieben.
Neben den typischen Freeware-Abofallen, hoffte man wohl auch etliche Internetuser in die Falle Locken zu können, wenn man - durch einen fast schon offiziellen Anschein - mit angeblichen Informationen zur Bundestagswahl lockte. Doch auch dort gab es statt wertvollen Infos eine überraschende Rechnung.

Bereits 2009 wurden Firmenkonten der Abzocker behördlich eingefroren, doch davon ließ man sich offensichtlich nicht beeindrucken und zockte weiter ab und trieb auch weiterhin die unberechtigten Forderungen, u.a. durch den mitangeklagten Anwalt Sven Schulze, ein.
Nach der Verhaftung der Drahtzieher sollte nun der erste Verhandlungstag folgen, der allerdings wegen des Fehlens eines Angeklagten auf Mittwoch, den 02.11.2011 verlegt wurde.

RTL-Nachjournal über Abofallen-Betreiber vor Gericht:

Freitag, 14. Oktober 2011

Dreiste Abzocke am Telefon - Stern TV über Lotto 3000 und andere Gewinnspielbetrüger

Die RTL Sendung Stern TV berichtete am Mittwoch über betrügerischen Maschen von Lotto 3000 der Compresent Erfurt GmbH, über welche bereits einen Tag zuvor im RTL Nachtjournal ein Beitrag zu sehen war.

Neben Lotto 3000 ging es im Stern TV-Bericht über andere betrügerische Gewinnspiel-Unternehmen, die nicht wie Lotto 3000 mit erpresserischen Anrufen die Verbraucher zur Zahlung bewegen wollen, sondern gleich munter die Konten per vorgeschobener Einzugsermächtigung plündern.
In dem Beitrag wird deutlich, wie seltsam machtlos sich die deutschen Strafverfolger geben, obwohl die Gewinnspielbetrüger nicht aus der Karibik oder Russland, sondern vom gleichsprachigen Nachbarland Östereich aus zu agieren scheinen.

Ebenfalls kann man dem Betrag durch die Erläuterungen einer von Lotto 3000 belästigten Verbraucherin entnehmen, warum man keineswegs die kostenpflichtige 0180-Nummer anrufen soll, welche Lotto 3000 in den betrügerischen Erpressungsanrufen nennt.
Da es gewöhnlich niemals einen Vertragsabschluß zwischen Lotto 3000 und den durch drohende Anrufe belästigten Verbraucher gab, folgt natürlich unter der 0180-Nummer keineswegs der angeblich vorliegende Beleg für eine vertragliche Grundlage der Forderungen, sondern schlichtweg per Tonbandstimme der Hinweis, dass man auf Grund des Datenschutzes keine Aussage über die Angelegenheit machen könne. Aber dennoch zahlt der Verbraucher für den Anruf dieser sog. Mehrwertnummer und der betrügerische Anbieter verdient dran.

Belästigung durch Werbeanrufe - Dreiste Abzocke am Telefon

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen: Mit diesem Versprechen melden sich tagtäglich vermeintliche Anbieter von Gewinnspielen bei ahnungslosen Bürgern. Doch statt des versprochenen Gewinns gibt es am Ende nichts als Ärger. Denn die Anrufer haben nur eines im Sinn: Sie wollen den Angerufenen die Kontodaten entlocken. Und wer die einmal preisgibt, muss zahlen - und wird ständig wieder angerufen.

"Man muss immer lügen"

Es sei ein betrügerisches System, mit dem sich viel Geld machen lässt, sagt auch Christoph Ihli. Der heute 22-Jährige hat jahrelang selbst in einem Callcenter Gewinnspiele verkauft, galt sogar als einer der besten Verkäufer(...)


Stern TV-Bericht auf Dailymotion:

Stern TV über Lotto 3000 und andere... von gegen-abzocke-blogspot

...auf Grund zeitweise vorhandener Abspielprobleme bei Dailymotion, der selbe Bericht auch auf Megavideo:

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Lotto 3000 - Abzocke und erpresserische Drohungen per Telefon

Das RTL Nachtjournal berichtete am 11.10.2011 über die dreisten Erpressungsanrufe der Compresent Erfurt GmbH, die den angeblichen Lotto-Dienst Lotto 3000 betreibt.
Offensichtlich ohne jede Vertragsgrundlage werden (meist ältere) Verbraucher mit massiven Telefonterror unter Druck gesetzt.

Durch Angst vor dem angeblichen Gläubiger, der agressiv in betrügerischer Weise behauptet, es sei nachweislich ein Vertrag abgeschlossen worden, der zu zahlen sei, sollen die Verbraucher zur Zahlung bewegt werden.

Hierbei wird unterschwellig gedroht, da der cholerische Chef der Telefonstimme wohl auch gerne mal (wie man es dubiosen Geldeintreibern nachsagt) Ohren abschneide, wenn der Verbraucher nicht zahlt.
Ausserdem höre nach Aussage der Telefonstimme der massive Psychoterror mit unzähligen Anrufen am Tag erst auf, wenn gezahlt wird - diese Anrufe erfolgen laut Verbraucherberichten auch in der späten Nacht oder am sehr führen Morgen.
Weiter wird in den betrügerischen Anrufen gedroht, daß wenn keine Zahlung eingehen sollte, werde man die Forderung titulieren lassen, dann komme der Gerichtsvollzieher und der Fernseher sei weg.

Auf Youtube kann man zwei verschiedene Lotto 3000-Anrufe hören, mit welchen unzählige Verbraucher teilweise zigmal am Tag belästigt werden und somit zur Zahlung genötigt werden sollen.
- Anruf 1
- Anruf 2

Was für Personen, die sich etwas auskennen eher lustig wirkt, ist für juristisch unerfahrende und z.B. ältere Menschen sicherlich eine bedrohlich wirkende Situation.

Wer solch betrügerischen Anrufe mit diesem drohenden Charakter erhält, dem ist zu raten, Strafanzeige zu erstatten.


Bericht des RTL-Nachtjournals:


Auch wenn es kein Grund zur Unsicherheit geben und man schlichtweg die Anrufe ignorieren und auf keinen Fall den Forderungen nachkommen sollte, sei unsicheren Verbrauchern Folgendes gesagt:
Selbst wenn wirklich ein Vertrag am Telefon geschlossen worden sein sollte, was bei den allermeisten (wenn nicht gar allen Verbrauchern, die von Lotto 3000 belästigt werden) nicht der Fall ist, steht dem Verbraucher ein gesetzliches Widerrufsrecht zu.
Das heißt, auch wenn der Vertrag telefonisch abgeschlossen worden sein sollte, müßte der Verbraucher von der Firma in Textform über das Widerrufsrecht belehrt werden. Ist eine solche schriftliche Belehrung nicht beim Verbraucher eingegangen, erlischt das Widerrufsrecht nicht nach 14 Tagen und er kann den vermeintlichen Vertrag schlichtweg widerrufen.

Auch Stern TV berichtete am Abend über den betrügerischen Telefonterror der Compresent Erfurt GmbH.

Ausführliche Recherchen zu Lotto 3000 der Compresent Erfurt GmbH und den Hintermännern finden Sie hier:
Lottofirma nervt mit Drohanrufen im Stundentakt

Update:
Der angesprochende TV-Bericht von Stern TV über die Telefonabzocke durch Lotto 3000 ist nun hier als Video abrufbar:
Dreiste Abzocke am Telefon - Stern TV über Lotto 3000 und andere Gewinnspielbetrüger

ARD Plusminus: Schrottimmobilien und die Verstrickung der Banken in diese Geschäfte

Das ARD-Wirtschafsmagazin Plusminus berichtete in seiner letzten Sendung über den betrügerischen Handel mit Schrottimmobilien und wie Verbraucher durch diesen in den finanziellen Ruin getrieben werden.
Erschreckend hierbei ist die Rolle der Geldinstitute, welche den Kauf solcher Immobilien finanzieren.
Demnach scheint in letzter Zeit die Deutsche Bank immer wieder im Zusammenhang mit dubiosen Immobiliengeschäften aufzufallen.

Der Kauf einer solchen Immobilie zu einem deutlich überteuerten Preis wird offensichtlich nicht nur von der jeweiligen Bank bereitwillig finanziert, sondern dem Kunden wird der Kauf durch den Kundenberater des Geldinstitutes erst schmackhaft gemacht, ausdrücklich angeraten oder gar als Voraussetzung für einen gewünschten Kredit genannt.
So möchten die Verbraucher in dem TV-Bericht sich trotz laufenden Ratenkredites und ohne ausreichenden Eigenkapital ein Eigenheim kaufen. Der Kundenbetreuer der Deutschen Bank rät ihnen darauf hin zum Kauf einer anderen Immobilie (welche sich im Nachhinein als Schrottimmobilie herausstellt), durch welche sie eine Absicherung für die Immobilienfinanzierung und angebliche Steuerersparnisse hätten und sie erst somit einen Kredit für das eigentlich gewollte Eigenheim erhalten würden.
Geldinstitute sind nicht immer die besten Verbündeten ihrer Kunden. Beispiel: Der aktuelle Immobilienboom. An dem wollen einige Banker kräftig mitverdienen und arbeiten dabei Hand in Hand mit betrügerischen Vermittlerfirmen. Die Opfer merken erst spät, in was sie da hineingeraten sind...

Premiumdownloaden.de - Alexander Hennig mit neuer (alter) Abzocke

Alexander Hennig treibt seit vielen Jahren sein Unwesen im Netz und die Justiz schaut (mal wieder) zu. Hier würde sich wohl so mancher Verbraucher ein Vorgehen wie in Hamburg wünschen.
Zwar mußte Hennig scheinbar schon das ein oder andere Mal die Flucht ergreifen, was ihn aber nicht von weiteren Machenschaften abhielt.
Neben Abofallen gehörten betrügerische Forderungen, das Verbreiten von Schadsoftware und erpressungsartige Schreiben zu den Tätigkeiten des Herrn Hennig, wie wir im März letzten Jahres in einem Artikel zu seiner Abofalle Hypersoftware.de bereits berichteten.

Nun ist Alexander Hennig, der sich im Impressum seiner fragwürdigen Projekte auch gelegendlich als Alexander Henning ausgibt, mit der Abzock-Seite www.Premiumdownloaden.de aktiv - als Betreiberfirma wird eine Miranavo Content Plus aus Kröpelin angegeben, welche nach Recherchen von Antiabzockenet.blogspot.com nicht einmal im Handelsregister eigetragen ist.

Unter Suchbegriffen beliebter, kostenloser Software (z.B. Winrar, Mindcraft, Die Siedler, Open Office etc.) werden Anzeigen in Suchmachinen geschaltet und so Verbraucher auf die Unterseiten von Premiumdownloaden.de gelockt.
Der Preis ist leicht überlesbar in hellgrauer Schrift auf weißem Hintergrund am Rand in einem Fließtext versteckt, wo ihn natürlich kaum ein Verbraucher wahrnimmt - vorallem nicht, wenn er bei dem gesuchten kostenlosen Programm verständlicher Weise von Kostenfreiheit ausgeht.
Sobald ein Verbraucher auf die Masche reinfällt, wird mit gewohnt drohenden und irrwitzigen Behauptungen versucht, den Verbraucher unter Druck zu setzen und zur Zahlung dieser völlig unberechtigten Forderung zu bewegen.

Natürlich gilt auch hier, dass man sich als Reingefallener nicht einschüchtern lassen und auf keinen Fall zahlen sollte.
Sofern man sich betrogen fühlt, sollte man die Erstattung einer Strafanzeige in Erwägung ziehen.
Bei Unsicherheiten helfen z.B. die Verbraucherzentralen.

Auf Grund der bisherigen Karriere des Premiumdownloaden.de-Betreibers Alexander Hennig, welche u.a. das Verbreiten von Schadsoftware über eine Freeware-Abofalle umfasste, raten wir außerdem dringendst davon ab, Software bei Premiumdownloaden.de runterzuladen.

Treuepunkte, Prämienprodukte und Co - Billigware statt hochwertiger Markenprodukte

Nahezu jede Supermarkt- und Tankstellenkette bietet den Kunden die Möglichkeit, durch die Kundentreue zum Unternehmen, z.B. durch das Sammeln von Treuepunkten, Paybackpunkten etc., sog. Treueprämien zu kassieren.

Am 28.09.2011 berichte das ARD-Magazin Plusminus über die Enttäuschung, welche Sammler von Treuepunkten erfahren, wenn sie nach fleissigem Sammeln ihre Treuepunkte gegen die entsprechende Prämie eintauschen.
Oftmals werden hier scheinbar hochwertige Produkte, z.B. aus dem Küchenbereich, von renomierten Herstellern wie WMF, Zwillig oder Rösle als Prämien angepriesen.
Doch statt der hochwertigen Kochtöpfe oder Küchenmesser aus deutscher Produktion bekommt man "Lizenzprodukte aus Asien", die zwar den guten Namen der renomierten deutschen Hersteller tragen, aber deutlich minderwertiger sind.


Unabhängig von der (Minder)wertigkeit der Prämien sollte man als Verbraucher natürlich bedenken, daß bei jedem Punktesammler die Unternehmen massenhaft Daten über die Vorlieben und das Konsumverhalten des Kunden speichern - man ausserdem als Punktesammler i.d.R. eine Einwilligung für Werbeanrufe oder sonstigen Empfang von Werbung erteilt.

Dienstag, 2. August 2011

RTL Nachtjournal über "legale" Drogen wie das "Badesalz" Freedom und die "Räuchermischung" Sweed

Das RTL Nachtjournal berichtete jüngst über (vermutlich legale) Substanzen, welche über das Internet massiv beworben und verkauft werden.

Die vermeintlichen Drogen werden als Badesalz oder als Kräutermischung angepriesen und unter Namen wie Sweed, Freedom, Lava Red u.v.a. verkauft.
Durch das Verpacken in kleinen, szenetypischen Tütchen und dem Bewerben mit Bildern vom chronisch koksenen Grossdealer Tony Montana aus dem Film Scarface, oder den für sein Dauerkiffen bekannten Bob Marley, wird dennoch sehr schnell die eigentliche Bestimmung dieser Mittel deutlich.
Ebenso ist der Verkauf von (wirklichen) Badesalzen in Mengen von z.B. 0,2 Gramm oder 1 Gramm für 29 Euro äußerst ungewöhnlich, ebenso die mehrfach Betonung, dass es "100% legal" sei.

Der wohl z. zT. auffälligste Händler in diesem Bereich ist wohl die Flat RM 01C3 10F, eine Briefkastenfirma aus Hong Kong, die über Sweet.to und Freedom.to die grammweise verpackten "Badesalze" und "Räuchermischungen" angeblich völlig anonym (was auf Grund der nötigen Adresseneingabe schon Irrsinn ist) verkauft.
Wie Claus Fickemaier auf seinem Blog berichtet, sind zumindest die Versender dieser fragwürdigen Substanzen alte bekannte aus der Abzockbranche, nämlich die Verantwortlichen der RS Webservice GmbH. Nicht nur das sollte einen zu denken geben...

Die Gefahren dieser (vermeintlich) legalen Drogen (bzw. "Badesalze" und "Räuchermischungen"), wie Freedom, Sweet usw., bzw. deren Bestellung, sind in erster Linie folgende:
- Vielfach werden Stimmen laut, es handele sich lediglich um Abzocke. Die verschickten Substanzen sind schlichtweg wirkungslos!
Sollte eine Wirkung eintreten, ist diese bestenfalls auf den sog. Placebo-Effekt zurück zu führen!
In einem eigens über "Sweed" eingerichtetem Wiki heißt es beispielsweise:
Sweed, das neue Fake-Weed um "Kindern" das Geld aus der Tasche zu ziehen!
Damit sich aber immer noch genügend unkluge Menschen finden, die meinen, mit Sweed einen Marihuana-Ersatz oder mit Freedom einen legalen Kokain-Ersatz gefunden zu haben, werden unzählige Seiten und Blogs eröffnet und in bestehenden Blogs etliche Spam-Kommentare abgelassen, wie zufrieden man doch mit Sweet, bzw. Freedom und deren Wirkung sei.
Diese Kommentare entbehren i.d.R. jeder Grundlage und stammen gewöhnlich von Personen, die am Verkauf von Sweet und Freedom (mit)verdienen - und sei es nur als Affiliate.

- Sollten diese "legale" Drogen dieser Art dagegen wirklich wirken, wird es schnell noch unangenehmer, als daß man sein Geld für wirkungsloses "Badesalz" oder ähnliches ausgegeben hat.
Niemand kann die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe nachvollziehen, niemand kann die genaue Wirkung oder die nötige Dosierung vorhersagen.
Treten medizinische Komplikationen auf, kann dieses schnell tödlich enden.
Da diese "Badesalze" etc. nicht auf gängige Drogentests anschlagen und auch ansonsten keine Kenntnis über die Art der vom Benutzer konsumierten Inhaltsstoffe vorliegt, ist es schwer für Ärzte die notwendigen Schritte abzuschätzen und einzuleiten.

- Ausserdem kann niemand sicher gehen, daß diese Substanzen legal sind und daß statt der Lieferung der Drogenbestellung nicht strafrechtliche Maßnahmen wie ein Ermittlungsverfahren, ggf. eine Hausdurchsuchung, eine Vorladung etc. folgen.
Die Zusage, daß alles absolut legal sei, stammt einzig und allein vom Verkäufer, meistens dubiosen Briefkastenfirmen.
Da niemand die Inhalte kennt, bzw. der Gesetzgeber ständig weitere Substanzen als Betäubungsmittel einstuft, weiß niemand, ob Badesalze oder Räuchermischungen wie Freedom, Charge+, Sweet, Monkees go Bananas, Winterboost, OMG und Co. nicht doch illegale Substanzen enthalten.
Sweet wird in der Werbung sogar gerne als "das neue Spice" beschrieben.
Der als Räuchermischung deklarierte, angeblich "legale" Cannabis-Ersatz Spice, erhielt allerdings von vornherein mehrere nicht verkehrfähige synthetische Cannabinoide.

Die Behörden versuchen stetig die Inhaltsstoffe solcher "legalen" Rauschmittel zu identifizieren. Kommen darin Substanzen zum Vorschein, die in den Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes (BtmG) gelistet sind, können auch strafrechtliche Schritte gegen die Käufer erfolgen, auch wenn diesen noch so oft vom Verkäufer völlige Legalität versprochen wurde.
-Update-
Auch Staatsanwalt Jörn Patzack teilt die oben erläuterte Ansicht und weißt ausdrücklich drauf hin, dass die sog. "legal Highs" i.d.R. illegal sein dürften und der Käufer, Verkäufer und Besitzer strafrechtliche Verfolgung zu befüchten haben.

So erläutert der Staatsanwalt:
Sowohl der Verkäufer als auch der Käufer machen sich strafbar, wenn die angebotenen Produkte dem BtMG unterstellte Substanzen enthalten (der Verkäufer wegen [gewerbsmäßigen] Handeltreibens mit Betäubungsmitteln, der Käufer wegen unerlaubten Erwerbes von Betäubungsmitteln). Aber auch wenn dies nicht der Fall ist, ist der Umgang mit den Produkten nicht legal, denn es handelt sich in der Regel um bedenkliche Arzneimittel i.S.d. Arzneimittelgesetzes (AMG).
Quelle:
http://blog.beck.de/2011/09/04/oh-schreck-legal-highs-doch-nicht-legal

Akte 20.11: Wenn die Lebensversicherung im Todesfall die Zahlung verweigert....

Akte 20.11 berichtete in der Sendung vom 26.07.2011 über Fälle, bei denen sich die Risikolebensversicherung nach dem Tod des Versicherten weigerte, die vertragliche vereinbarte Summe auszuzahlen.
Dieses kann natürlich schlimme Folgen für die Hinterbliebenen haben, schließlich schließt man oftmals eine Risikolebensversicherung ab, um z.B. im Todesfalles des Hauptverdieners der Familie weiterhin die Abträge für das Eigenheim bedienen zu können.
Um so dramatischer ist es, wenn die Lebensversicherung aus ziemlich eigenartigen Gründen die Auszahlung der Summe verweigert und so Familien schnell vor dem Ruin stehen können.

In einem Fall wurden einmalig bei der Bezahlung des Versicherungsbeitrages versehentlich 3,74 Euro zu wenig überwiesen. Doch statt dem Versicherungsnehmer zu informieren, bzw. über die ausstehende Summe anzumahnen, schwieg man bei der Versicherung und sah durch diese minimale Minderzahlung den Versicherungsschutz als erloschen an.

In einem anderen Fall lehnt die Risikolebensversicherung die Auszahlung der Prämie nach dem Tod des Versicherten ab, da dieser beim Abschluss der Versicherung das Versicherungsunternehmen nicht über eine "gelegentliche Bronchitis", was allerding keinerlei Einfluss auf den Tod oder den Gesundheitszustand des an Magenkrebs verstorbenen Versicherten hatte, informiert habe.

Dienstag, 26. Juli 2011

ARD Panorama - Urheberrechtsabmahnungen gegen unschuldige Internetnutzer

Das ARD-Magazin Panorama berichtete in seiner letzten Sendung über Abmahnungen auf Grund von vermeintlichen Urheberrechtsverstößen.
Statt daß das Urheberrecht für den Schutz gegen die unzulässige Verwertung von Werken (Filmen, Liedern etc.) durch Dritte sorgt, hat sich ein enormes Geschäftsmodell entwickelt und die ein oder andere Firma verdient mitlerweile mehr Geld mit dem Abmahnen und den daraus resultierenden Schadensersatzforderungen, als mit dem Verkauf seiner Werke.
Auch die abmahnenden Anwälte machen einen guten Schnitt, schließlich werden auch bei jeder der in Massenabwicklung versendeten Abmahnung (neben dem Schadensersatz) die Gebühren des Anwaltes eingefordert.

Das eigentliche Problem, welches hierbei entsteht, ist nicht mal, daß Rechteinhaber versuchen, ihre Rechte außergerichtlich per Abmahnung durchzusetzen, sondern daß vielfach versehentlich, oder vermutlich in einigen Fällen gar vorsätzlich, unschuldige Verbraucher abgemahnt und zur Kasse gebeten werden.


Nachdem ein Nutzer auffällt, der beispielsweise in einer Tauschbörse (Bittorrent, Emule, Shareaza etc.) Musikstücke, Filme o.ä. anbietet, loggt eine von der Musik- oder Filmindustrie beauftragte Firma den Zeitpunkt und die IP-Adresse, von welcher das Werk angeboten wurde.
Mit diesen Daten wird sich dann an ein Gericht gewendet, welches trotz der im § 101 des UrhG genannten Kriterien bzgl. der Auskunftsansprüche (wie z.B. "gewerbliches Ausmaß"), die Massenanfragen oftmals ohne nähere Prüfung durchwinkt.
Mit diesem richterlichen Beschluss wendet sich daraufhin die Film- oder Musikindustrie oder ein beauftragter Dienstleister an Provider des Internetnutzers, fragt die Namens- und Adressdaten des Anschlussinhabers ab und schickt diesen eine Abmahnung, fordert Schadensersatz, Auslagen und die Abgabe einer (meist beiliegenden) Unterlassungsverpflichtungserklärung.

Beim diesem Vorgehen können sich durch etliche Möglichkeiten Fehler einschleichen.
Eine minimale Diskrepanz bei der Uhrzeit der "Schnüffel-Software" und der des Providers, kann z.B. schon dazu führen, dass die in der Tauschbörse identifizierte IP nicht mehr dem Urheberrechtsverletzer, sondern bereits einen anderen Kunden des Providers zugewiesen wurde, der dann die Abmahnung erhält.
Durch die mehrfache Weitergabe der Daten können außerdem sich leicht Zahlendreher einschleichen. Ein minimaler Zahlendreher führt auch hierbei dazu, dass ein unschuldiger Internetnutzer die Abmahnung wegen eines vermeintlichen Urheberrechtsverstoßes erhält.
Wie leicht dieses passieren kann und wie schwer es ist, hier seine Unschuld zu beweisen, zeigt ein Fall, der vor dem LG Stuttgart verhandelt wurde,(AZ. 17 O 243/07).
Die für seine Urheberrechtsabmahnungen bekannte Rechtsanwaltskanzlei Rasch mahnte einen unschuldigen Nutzer auf Grund eines Zahlendrehers in der ermittelten IP-Adresse ab und forderte hartnäckig das Nachkommen der Forderungen.
Glücklicher Weise handelte es bei diesem Abgemahnten um einen IT-Fachmann, der selber die ihm vom Provider zugewiesenen IP-Adressen durch die Log-Daten seines virtuellen Servers protokollierte und welcher somit belegen konnte, daß den Abmahnern ein Fehler unterlief.

Neben den möglichen Fehlern wird in einer äußerst dubiosen Art versucht, für vermeintliche Urheberrechtsverstöße zu kassieren. So werden immer häufiger von fragwürdigen Kanzleien angebliche Verstöße abgemahnt, die über zwei Jahre zurück liegen sollen.
Hier wird vermutlich lediglich drauf spekuliert, daß der Nutzer in dem Glauben sei, daß es ja sein könne, dass der Verstoß vor dieser langen Zeit von ihm vielleicht begangen sein könnte und aus Angst vor weiteren Konsequenzen gezahlt wird.
Dabei wäre ein Abmahnung nach so langer Zeit schlichtweg irrsinnig, muß die Abfrage der IP-Adresse (auf Grund der kurzen Speicherzeiten der Verbindungdaten beim Provider) doch stets gleich, bei Feststellung des Verstoßes, geschähen und natürlich wäre gewöhnlich das oberste Anliegen des Rechteinhabers, möglich schnell den Beschuldigten zur Unterlassung zu verpflichten.
Es wäre also schlichtweg unsinnig, die ermittelten Daten des Beschuldigten und die angeblichen Ansprüche in der Schublade liegen zu lassen, um sie zwei Jahre später versuchen geltend zu machen.

Ebenso werden vielfach Pornos abgemahnt, von vollständigen Pornofilmen bis hin zu kleineren Clips. Auch hier wird wohl i.d.R. lediglich gehofft, daß aus Angst oder aus Scharm, z.B. vor dem Partner oder der Familie, schnellstens gezahlt wird. Dabei wäre es bei diesen Fällen mehr als fraglich, ob diese Filmchen überhaupt die nötige Schöpfungshöhe besitzen, um überhaupt urheberrechtlichen Schutz genießen zu können, auf den sich die Abmahner berufen.

Was sollte man also machen, wenn man eine Abmahnung auf Grund eines UrhG-Verstoßes erhält?

- Egal, ob man den Verstoß begangen hat oder zu Unrecht beschuldigt wird, lohnt es, sich zu wehren!
Man sollte auf keinen Fall die beliegende Unterlassungserklärung ungeprüft unterzeichnen und zurück senden. Diese birgt enorme Gefahren, wie das Eingestehen von weiteren Verstößen oder überhöhte Vertragsstrafen.

Stattdessen sollte man eine modifizierte Unterlassungserklärung abgeben, welche nicht zu weit gefasst ist, aber dennoch die Gefahr einer einstweiligen Verfügung weitesgehend ausschließt.

- Die verlangten Schadensersatzforderungen, sowie oftmals auch die Auslagen in der verlangten Höhe sind vielfach nicht gerichtlich durchsetzbar!
Diese sollte man nicht vorschnell zahlen.

- Es ist i.d.R stets lohnenswert, sich an einen spezialisierten Anwalt zu wenden.
Dieser kann die verlangten Forderungen in der Sache und der Höhe prüfen, oftmals abwehren oder minimieren.
Auch da es nicht unwahrscheinlich ist, daß nach der ersten Abmahnungen bei Zahlungwilligen weitere Abmahnungen folgen, ist die Betreuung durch einen spezialisierten Anwalt absolut anzuraten!

Unter folgender Seite finden Sie empfehlenswerte Anwälte, welche Ihnen beim Vorwurf der Urheberrechtsverletzung zur Seite stehen können:
http://abmahnwahn-dreipage.de/Anwalt.html



Leider suggeriert der Panorama-Bericht durch Aussagen wie z.B. daß "auch die Falschbeschuldigten zahlen müssen" und daß der Abgemahnte der Willkür des Gesetzgebers und der Abmahner hilflos gegenüber steht.
Dieses stimmt aber nur bedingt. Vielmehr zeigt die Erfahrung, daß es sich lohnt, sich zu wehren!

Oftmals scheuen Abmahner eine Klage und sehen von weiteren Forderungen ab, wenn eine modifizierte Unterlassungserklärung abgegeben wurde oder ein Anwalt schreibt und die Forderung zurück weist.

Die Abmahner wissen genau, dass ihr Geschäftsmodell zusammen brechen kann, wenn sie vor Gericht ihre Aktivitäten genauer durchleuchten lassen müssen und ggf. die Unzuverlässigkeit derer "Ermittlungen" festgestellt wird.

Produktfälschungen überschwemmen die EU

Die europäischen Grenzbehörden beschlagnahmen immer mehr Plagiate.
Allein innerhalb des letzten Jahres hat sich die Zahl der Fälle fast verdoppelt. Vom iPhone, über Autoersatzteile und Kosmetikartikeln, bis hin zu gefälschten und somit im schlimmsten Fall lebensgefährlichen Medikamenten, wird alles nachgeahmt, was sich fälschen lässt und Abnehmer findet.
Die meisten Produktplagiate kommen nach wie vor aus China und werden nicht etwas von professionellen Schmuggeln in Containern in die EU eingeführt, sondern kommen auf dem Postweg, z.B. im Zuge von Internetbestellungen.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Betrug der Haftpflichversicherung mit defekten Elektrogeräten

Sobald von verbreiteten Elektrogeräten, wie dem iPhone, der Playstation, dem iPad etc., das Nachfolge-Modell auf dem Markt ist, steigt bei Versicherungen offensichtlich die Zahl der Fälle deutlich an, bei denen das alte Modell grade "zufällig" zu einem Versicherungsfall wurde und so der Haftpflichtversicherung zwecks Begleichung des Schadens zugesandt wird.
Doch auch auf Grund der gestiegenen Fälle rüsten die Versicherungen auf und versuchen durch Nachstellungen der vom Versicherten beschriebenen Schadensverläufe und Gutachten den Betrugsfällen auf die Schliche zu kommen.

Kreditabzocke - Dubiose Kreditvermittler zocken Verbraucher in Not ab

Personen, die dringend einen Kredit oder ein Darlehn benötigen, allerdings auf Grund negativer Schufa-Einträge oder Schulden von seriösen Geldinstituten wie Banken und Sparkassen keine Aussicht auf geliehendes Geld haben, sind beliebte Opfer von sog. Kreditvermittlern.
Bereits in der Arte Dokumentation Kredithaie auf Beutejagd wurden die Machenschaften verdeutlicht.
Gelockt werden die Kreditsuchenden mit Versprechen wie "Kredit ohne Schufa, "Wir lehnen Sie nicht ab", "In 14 Tagen frei von finanziellen Sorgen" und ähnlichen Werbebotschaften z.B. über Werbeanzeige im Teletext der privaten TV-Sender oder Google-Ads .
Dem potenziellen Opfer wird trotz seiner bisherigen Verschuldung und/oder Schufa-Einträgen ein Kredit in Aussicht.

Natürlich haben diese angeblichen Vermittler es gewöhnlich nicht vor, den Verbraucher Gelder zu leihen, von denen es mehr als ungewiss ist, ob sie diese vom wenig solventen Kreditnehmer jemals zurück gezahlt werden können.
Statt dessen zeichnen sich vielmehr zwei Szenarien ab:
Entweder wird versucht, für die angeblich versuchte, aber gescheiterte Vermittlung Geld zu kassieren, oder es wird dem Verbraucher weiß gemacht, er müsse für den Erhalt des Kredites oder des Darlehns verschiedenen Verträge, wie z.B. Rentenversicherungen, Risiko-Lebensversicherungen oder Kaufverträge über Immobilien- oder Aktienfonds abschließen.

Nach dem Abschluss des jeweiligen Vertrages oder gar mehrerer (eigentlich ungewollter) Verträge haben die Verbraucher immer noch keinen Kredit oder Darlehn, dafür weitere Schulden, durch die ihnen untergeschobenen Verträge.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Abzocke an der Haustür - Wie dubiose Kanalreinigungsfirmen abkassieren

Einer kostenlosen Rohruntersuchung, welche angebliche zwingend durchgeführt werden muss, folgen teure Rechnungen von unseriösen Rohrreinigungsfirmen.

Meist ältere Menschen werden an der Haustür überrumpelt. Seriös wirkende Monteure, die auf viele gar den Eindruck erwecken, sie kämen im Auftrag der Stadt oder Gemeinde, möchten eine kostenlose Überprüfung der Abwasserkanäle durchführen.
Danach folgt der Hinweis, dass die Kanäle dringend gereinigt werden müssten, um weiteren Ärger zu vermeiden.
Nach der ausgeführten Reinigung folgt dann eine extrem hohe, völlig überteuerte Rechnung im oft vierstellen Bereich.
Auf Grund einer meist fehlender oder unzureichenden Widerrufsbelehrung, bzw. ggf. einem krassen Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung (Wucher), haben die Geprellten allerdings gute Chancen, die Zahlung dieser überzogenen Forderungen zu verweigern, bzw. gezahlte Gelder zurück zu fordern.

Freitag, 15. Juli 2011

WDR Markt: Teuer Kostenvoranschlag statt Reparatur

WDR Markt beschreibt den Fall eines Verbauchers, den zwei Jahre nach Kauf, also direkt nach Ablauf der Garantie und Gewährleistung, sein Blu-Ray-Player ohne Fremdeinwirkung kaputt ging.
Der Hersteller Phillips verwies ihn an einen Reparaturshop. Doch statt eines reparierten Blu-Ray Players gab es ledglich einen kostenpflichtigen Kostenvoranschlag und man teilte mit, dass man diesen Player nicht reparieren könne, da es für diesen, grade mal ca. zwei Jahre alten, Blu-Ray Player bereits keine Ersatzteile mehr gäbe.

Fragwürdige Messergebnisse - Abzocke durch Behörden bei Abstandsmessungen?

Für die Einhaltung des Sicherheitsabstandes im Straßenverkehr zum Vordermann gibt es natürlich gute Gründe, ebenso für die Ahndung von Verstößen.
Dennoch ist lange nicht jeder Fahrzeugführer, der den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht eingehalten haben soll auch wirklich ein zu bestrafender Verkehrssünder. Denn die Messungen, welche die Polizei durchführt, sind in ihrer Richtigkeit und Genauigkeit laut Gutachtern oftmals anzuzweifeln. Grade bei einem Fahrstreifenwechsel während der Messung oder bei plötzlichem Bremsen des Vordermannes, sind fehlerhafte Messungen oder unverschuldeter, verminderter Sicherheitsabstand nicht selten.
Viele Autofahrer überweisen allerdings trotz sämtlicher Zweifel das geforderte Bußgeld und erkennen somit die Schuld an, statt daß sie ggf. Einspruch einlegen.
WDR Markt berichtete:

Autobahn: Abzocke beim Abstand?
Wenn Autofahrer auf der Autobahn zu dicht auffahren und dabei gefilmt werden, wird es richtig teuer. Aber stimmen die Messungen überhaupt? Sachverständige behaupten, jede dritte Messung sei fehlerhaft oder unvollständig.

Die Sachverständigenorganisation VUT hat 872 Abstandsfälle aus ganz Deutschland aus den vergangenen drei Jahren ausgewertet. Die Sachverständigen kommen zu dem Ergebnis, dass laut Prozessunterlagen in über sieben Prozent der Fälle der Tatvorwurf nachweislich unberechtigt war. In insgesamt über 30 Prozent der Fälle gab es Verfahrensmängel wie ein fehlendes oder schlechtes Video.

Freitag, 8. Juli 2011

Akte 20.11: Nicht zurück gezahlte Mietkautionen und betrügerische Wohnungsangebote

Das Sat1-Magazin Akte 20.11 berichtete in seiner jüngsten Ausgabe über Vermieter, welche die von den Mietern gezahlte Mietkaution nicht (unbegründet) zurück zahlen möchten, sowie über die altbekannte Betrugsmasche, mit der in erster Linie die Nigeria Connection in den letzten Jahren immer wieder auffiel.
Meistens werden dabei Bilder von Wohnungen und sonstigen Immobilien von (echten) Immobilenverkäufen/-vermietungen von Immobilienportalen wie z.B. Immobilienscout24 kopiert. Mit diesen stellen die Betrüger dann eigene, gefälschte Immobilienangebote, meistens zu Schnäppchenpreisen, in unzählige Immobilienportale.
Sobald sich Interessenten melden, wird unter einem Vorwand,der eine Vorauszahlung rechtfertigen soll, eine Kaution, eine Sicherheitsanzahlung oder ähnliches verlangt.
Nach der Zahlung solle dann angeblich die Besichtigung des Objektes, die Schlüsselübergabe etc. erfolgen.

Da die Betrüger meistens im Ausland sitzen und ausländische Anbieter für Geldtransfer, wie z.B. Western Union, eine Möglichkeit der weitesgehend anonymen Geldüberweisung bieten, wird oftmals suggeriert, bei dem Vermieter/Verkäufer handel es sich um einen Geschäftsmann, der sich z.Zt. beispielsweise in England aufhalte.
Um den Interessenten in Sicherheit zu wiegen, werden öfters vermeintliche Verifizierungen, wie im Akte-Bericht eben die (gefälschte) Mail des Paketversenders TNT vorgelegt, welche die angebliche Identität und Seriösität des Geldenpfängers bestätigen sollen.

Markt deckt auf: Wenig Tinte für viel Geld - Der Nepp mit Druckerkartuschen

Die Preispolitik der Druckerhersteller ist meistens ziemlich offensichtlich.
Die Drucker ansich werden zu einem günstigen Preis angeboten, während die Gewinne mit dem Verkauf der Druckertinte, bzw. Druckertoner gemacht werden.
Um die Gewinne möglichst zu maximieren, ist es natürlich das Anliegen der Druckerhersteller, alles dran zu setzen, dass die Kartusche/Patrone möglichst oft zu wechseln ist.

Während Laserdrucker bereits melden, dass die Tonerkartusche getauscht werden müsste, befindet sich in Wirklichkeit oft noch genügend Toner in Selbiger, um noch viele hundert Seiten zu drucken.
Sollte der Druck stellenweise verblasst sein, raten Experten dazu, die Tonerkartusche einfach kräftig zu schütteln, so dass man oftmals problemlos mit der angeblich zu wechselnen Kartusche weiter drucken kann.

Bei Tintenstrahldruckern lässt sich dagegen beobachten, dass die Patronen zwar gleich gross, sowie gleich teuer bleiben, die beinhaltende Tinte dagegen immer weniger wird.
Damit dem Verbraucher dieses nicht auffällt, klebten die Druckerhersteller wie Epson einfach das Sichfeld der Druckerpatrone zu, durch welches man sonst sehen könnte, dass die Tintenpatrone nur zu einem Bruchteil gefüllt ist.

Sonntag, 3. Juli 2011

Kino.to - Auch Ermittlungen gegen Werbepartner

Nach der Festnahme der Betreiber von Kino.to könnte es jetzt auch den Werbepartnern strafrechtlich an den Kragen gehen.
Nach Presseberichten ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Dresden auch gegen die Firmen, die durch ihre Werbung das Betreiben dieser Streamingseite so lukrativ machten, bzw. evtl. gar ermöglichten - und die Werbeeinahmen waren beachtlich: So soll Kino.to nach Berechnungen der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) mindestens 14,6 Mio. Euro innerhalb des letzten Jahres durch Werbung erwirtschaftet haben.
Neben dem Begehen gewerblicher Urheberrechtsverletzungen sollen sich die Verantwortlichen auch der Geldwäsche, der Steuerhinterziehung, sowie der Bildung einer kriminellen Vereinigung schuldig gemacht haben.

Strafrechtliche Ermittlungen gegen Werbepartner von Warezseiten sind übrigens eine Neuheit. Bisher gab es höchstens erfolgreiche Versuche, zivilrechtlich das Schalten von Werbung und somit die Finanzierung der unzulässigen Seite zu unterbinden.
Das Telekomunikationsunternehmem Arcor wurde z.B. vom Landgericht Frankfurt als sog. Störer in die Haftung genommen und verpflichtet, das Schalten der eigenen Werbung auf der Bittorrentseite Bitreactor.to zu unterlassen:
LG Frankfurt a.M., Urteil vom 02.01.2008 - 3-08 O 143/07


Auch ist es nennenswert, wen die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die werbenden Unternehmen auf Kino.to betreffen dürfen.
Neben weiteren Werbepartnern wären das:

- der Usenetanbieter Firstload, der auf unzähligen anderen illegalen Warez-, Bittorrent- und Streaming-Seiten Werbung schaltet, bei denen gar ausdrücklich mit dem Verweis auf Firstload der Download des jeweiligen illegal angebotenen Filmes, Albums oder Comupterspiel beworben wird; siehe dieses Beispiel:


- weitere Fritzmann-Projekte, wie diverse Browsergames der Inqnet GmbH, welche per Layer auf Kino.to beworben wurden.

- Die Global Online Holding Inc., bzw RS Web Services, die per Layer gefälschte Warnmeldungen, dass der Computer des Nutzers infiziert sei, bei Kino.to einblenden ließ; das ZDF-Magazin Wiso berichtete:

Hier wurde zwar bereits Anklage wegen schweren Betruges erhoben, das Verfahren allerdings gegen eine Geldzahlung eingestellt.

- ...und zu guter Letzt die bekannten Abzock-Seiten Opendownload.de, dann Softwaresammler.de, bzw. top-of-software.de.
Über Kino.to wurden wohl ein Grossteil der Anmeldungen bei diesen Abofallen bewirkt.
Den Kino.to-Besuchern wurde suggeriert, es sei ein Update des jeweiligen (eigentlich kostenlosen) Players (z.B. Flash, Divx etc.) nötig, um den gewählten Film ansehen zu können. Mit dem Vorwand des angeblich notwendigen Updates, wurden die Nutzer dann in die Abofalle gelockt.

Unseriöse Jobangebote - Von Betrugs- bis zu Sexangeboten

Neben der Berichterstattung über den Finanzagenten, der auf ein unseriösen Job-Angebot reinfiel, machte Stern TV den Test und liess einer jungen Frau und einem jungen Mann Stellengesuche aufgeben.

Das Fazit: Selbst die auf den ersten Blick seriös wirkenden Arbeitsangebote stellten sich schnell als wenig redlich heraus.
Während bei der Frau unzählige Angebote mit sexuellen Wünschen oder Anspielungen eingingen, erreichten dem Mann die typischen betrügerischen Arbeitsangebote, bei denen man erst eine nennenswerte Summe investieren soll und dann angeblich Geld verdienen könnnte.
Die Krönung war allerdings das Angebot an den Jobsuchenden, dass man seinen eBay-Account für Auktionen mieten wolle und man auch zusätzliches Geld bezahle, wenn er weitere eBay-Konten auf seinen Namen eröffnen würden.
Dass diese angemieteten eBay-Accounts in Folge für betrügerische Verkäufe genutzt werden würden, liegt wohl auf der Hand.

Stern TV über den Fall eines Finanzagenten

In seiner jüngsten Ausgabe berichtete das RTL-Magazin Stern TV über eine Person, welche durch ein unseriöses Arbeitsangebot unwissentlich in die Rolle eines sog. Finanzagenten schlüpfte.

Auf der Suche nach einem Nebenverdienst stieß der Herr auf ein interessant klingendes Jobangebot, welches ihm per Email ins Postfach flatterte.
Schnell stellte sich heraus, dass er Gelder auf seinem Konto empfangen und weiterleiten sollte. Der unwissende Jobsuchende nahm die Tätigkeit an, empfing Gelder und leitete sie durch das anonyme Zahlungssystem Ukash an seine Auftragsgeber weiter.

Natürlich stellte sich schnell heraus, dass das Geld, welches auf dem Girokonto des Herren landete, seinen Auftraggeber nicht zustand, da es bei Opfern von sog. Phishing (also Abgreifen der Bankdaten von Onlinebanking-Kunden) von den Konten abgebucht wurde.
Häufig werden solch naive Finanzagenten auch genutzt, um Zahlungen der Opfer betrügerischer Onlineshops zu empfangen und somit die Identität der eigentlichen Täter zu verschleiern.

Die rechtlichen Folgen für den fahrlässigen, unfreiwilligen Finanzagenten sind zwar (mangels Vorsatz) keine Vorurteilung für die Beihilfe des Betruges, dafür aber auf Grund fahrlässiger Geldwäsche, sowie ggf. ein durch die BaFin eingeleitetes Verwaltungsverfahren auf Grund unerlaubten Betreibens von Finanzdienstleistungen.

Ausserdem sind die Opfer zu entschädigen. Die Gelder, die auf das Konto eingingen und gewöhnlich bereits an die Auftraggeber weitergeleitet wurden, sind also an den Geschädigten vom Finanzagenten zurück zu erstatten.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Nachträgliche Zahnersatz-Versicherung der Ergo - Lohnenswert oder nutzlos?

Neuerdings preist die Ergo-Gruppe in einem Werbespot eine Art nachträgliche Versicherung für die Übernahme der Kosten von benötigten Zahnersatzbehandlungen an.
Anders als bei anderen Versicherungen, die man gewöhnlich abschliessen muss, wenn die Zähne noch alle gesund sind, kann man diese Versicherung abschliessen, "wenn es eigentlich schon zu spät ist", also die Zahne schon so erkrankt sind, so dass Zahnersatz benötigt und zumindest ein Eigenanteil an der Behandlung gezahlt werden müsste.

Doch natürlich wollen Versicherungen Geld verdienen, somit sollte der Kunde genau berechnen, ob es sich in seinem Fall lohnt, eine solche Versicherung abzuschliessen.
WDR Markt durchleuchtete, wann sich eine solche nachträgliche Zahnersatzversicherung rechnet und wann nicht.

Versichern wenn sie schon kaputt sind - so soll die neue Zahnzusatzversicherung der Ergo-Gruppe funktionieren. Doch lohnt sich die Versicherung wirklich? markt hat dem angeblich so revolutionären Produkt auf den Zahn gefühlt.

Überteuertes Porzellan der Porcelaine Francaise de Limoges

Auf kaffeefahrtähnlichen Veranstaltungen wird mit aggressivem Vorgehen und unzähligen Versprechungen Teller, Tassen, Gläser und sonstiges Geschirr durch die Porcelaine Francaise de Limoges an die unwissenden Kunden gebracht.
Im Zuge unerwünschter Werbeanrufe erhalten die Verbraucher eine Einladung zu einer der Verkaufsveranstaltungen, gerne von der Firma als "Präsentation" bezeichnet, der Porcelaine Francaise de Limoges.

Den Verbrauchern wird suggeriert, es würde sich um handbemalte, hochwertige Porzellan-Ware handeln, stattdessen handelt es sich um gängige Fabrikware.

Einer der Verkaufstricks ist zum Beispiel, dass die Besucher der Verkaufsshow ein Porzellan Service geschenkt bekämen, doch dann stellt sich schnell heraus, dass man um dieses "Geschenk" zu bekommen seine Initialien kostenpflichtig auf das Geschirr gravieren lassen muss. Hierfür wäre die stolze Summe von knapp 4.000 Euro fällig.


Das RTL-Magazin EXTRA berichtete jüngst über die Porzellan-Abzocke der Porcelaine Francaise de Limoges.
Teil 1:

Teil 2:

Montag, 27. Juni 2011

Neues von Kino.to und den Hintermännern - Spiegel TV berichtet

Nach und nach kommen in der Presse immer mehr Neuigkeiten und Details über das Geflecht rund um die Streaming-Plattform Kino.to ans Tageslicht.
Da auch der Durchsuchungsbeschluss der Polizeiaktion gegen Kino.to im Netz aufgetaucht ist, sind die Hauptverdächtigten vielen jetzt nicht mehr nur als anonymisierte Namenskürzel bekannt.

Zu den Neuigkeiten:
Laut Spiegel-Online soll der mutmassliche Kino.to-Drahtzieher Dirk B. aus Leipzig auch hinter weiteren Streamingseiten wie Neu.to und movie2k.to, sowie mehreren Filehostern stecken.
Ausserdem ist er wegen einer ähnlichen Sache bereits vorbestraft, da er laut Spiegel Online bereits die einschlägig bekannte Edonkey-Seite saugstube.to betrieb und für diese 15 Hollywoodfilme, wohl im P2P-Netz eD2K (Edonkey/Emule), verbreitet haben soll.
Saugstube.to war vor wenigen Jahren eine der führenden Edonkey-Seiten, womit zu vermuten wäre, dass schon dort nennenswerte Umsätze gemacht wurden.
Kino.to soll stolze zweistellige Mio-Einnahmen im Jahr erwirtschaftet haben, wovon Dirk B. und seine Frau "einen Anteil im mindestens einstelligen Millionenbereich erhalten haben".

Nach einem Artikel der Onlineausgabe der BILD verriet ein ehemaliger Mitarbeiter, der mit seiner Frau für Kino.to gegen einen monatlichen Lohn die Filmlinks zu den Videohostern prüfte und freischaltetet, das Geflecht rund um Kino.to an die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU).


Auch Spiegel TV berichtete über das Kino.to-Netzwerk.
In diesem Bericht taucht auch ein alter Bekannter der Internet-Szene auf, nämlich Kim Schmitz, alias Kimble, der über seine Firmen File- und Videohoster wie Megaupload.com und Megavideo.com betreibt, auf welchen viele der über Kino.to angebotenen Filme lagen:


Entgegen der seltsamen Aussagen im Spiegel TV-Bericht, dass IPs von Kino.to-Nutzer vorliegen und man diese Nutzer nun "eindeutig identifizieren könnte", was rechtliche Schritte mit sich bringen würde, brauchen sich diese wohl keine Sorgen zu machen:
- Erstens waren auf der Seite Kino.to selber keine Filme gespeichert und der Besuch ansich wäre rechtlich zulässig. Ob das Anschauens eines Streams schon eine Kopie und somit einen UrhG-Verstoss darstellt, ist darüber hinaus sehr fraglich.
Dazu kann weder der Rechner, noch der Nutzer über die IP identifiziert werden, wie es im Bericht abwechselt heisst, sondern bestenfalls einzig und alleine der Anschluss.

- Zweitens sind die IP-Adressen, die das Spiegel-TV-Team vorliegen hat bei den allermeisten Nutzern gar nicht mehr beim Provider gespeichert, da die letzte Nutzung von Kino.to, auf Grund deren Abschaltung, defintiv schon länger als 7 Tage (max. pauschale Speicherdauer von IP-Adressen) her ist.
Diese IP-Adressen sind somit wertlos und dem jeweiligen Anschluss nicht mehr zuzuordnen.

- Drittens sagt die GVU ausdrücklich gegenüber Spiegel Online aus, dass man zwar selbst das reine Streamen für rechtlich unzulässig halte, aber auf die rechtliche Verfolgung von Kino.to-Nutzern verzichte:
"Von unserer Seite aus werden wir keine rechtlichen Schritte gegen einzelne Nutzer einleiten", so Matthias Leonardy, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU).

Montag, 20. Juni 2011

Spiegel TV über dubiose Immobliengeschäfte

Bereits mehrfach, z.B. im Jahr 2009 berichtete Spiegel TV über fragwürdige Immobiliengeschäfte von Firmen wie der KK Royal Basement, der Leuchte GmbH und der IWC Management GmbH.
Jetzt folgten die ersten Verhaftungen.

Protzmakler Kai-Uwe Klug stolperte eigenartigerweise zunächst nicht über die vielen Käufer seiner so genannten Steuerspar-Wohnungen, an denen er sich mit doppelten Preisen und Finanzierungen ohne Eigenkapital dumm und dusselig verdiente.

Es war die eigene Nimmersattheit, die dafür sorgte, dass der "größte Angeber Berlins" (Spiegel TV) nun am 19. Juni 2011 seinen 30. Geburtstag nicht in seinem Loft im Paul-Lincke-Ufer 8c in Berlin-Kreuzberg, sondern in einer Zelle der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Moabit verbringen durfte und da auch eine Weile bleiben muss.
Quelle und vollständiger Bericht:
gomopa.net

Teure Autos und Wohnungen, ein Leben im Luxus! Finanziert durch die jahrelange, miese Abzocke von Anlegern.

Jetzt haben Polizei und Staatsanwaltschaft dem kriminellen Treiben einer Berliner Immobilien-Firma ein Ende gesetzt – und vier der mit Haftbefehlen gesuchten Protz-Makler festgenommen.


Am Telefon sollen sie Kunden bundesweit Wohnungen als Kapitalanlage angeboten haben. Geködert wurden sie, so der Vorwurf, mit supergünstigen Finanzierungsraten und damit, dass sie für den Kauf kaum Eigenkapital aufbringen mussten. Was die Anleger nicht wussten: Die Wohnungen wurden ihnen weit über Wert verkauft!
Quelle und vollständiger Bericht:
BILD

Spiegel TV-Bericht:

Sonntag, 19. Juni 2011

Kino.to - Millionenbeträge und Luxusautos sichergestellt

Nach dem letzte Woche die Streaming-Plattform Kino.to, sowie die Streamhoster speedload.to, filebase.to, freeload.to, quickload.to, bitload.com, archiv.to und duckload.com von den Behörden abgeschaltet und Verantwortliche verhaftet wurden, waren die Ermittler auf der Suche nach den von diesen Diensten (laut Anklage durch Urheberrechtsverletzungen) erwirtschafteten Geldern.
Bereits bisherige Schätzungen ergaben, dass alleine durch die Abofallen-Werbung mit der Seite Kino.to jährliche Mio-Beträge erwirtschaftet worden sein dürften.
Somit ist die Höhe der bisher beschlagnahmten Gelder und Sachwerte nicht verwunderlich.

Auf einem Bankkonto in Spanien wurden ca. 2,5 Mio Euro sichergestellt, welche dem Hauptbeschuldigten Dirk B. aus Leipzig gehören sollen.
Des Weiteren wurden in Deutschland und der spanischen Ferieninsel Mallorca drei Luxusautos, sowie in Deutschland das ca. 200.000 Euro schwere Konto eines weiteren mutmasslichen Mitarbeiters von Kino.to durch die Behörden sichergestellt.

Die Anklage geht über den Vorwurf von Urheberrechtsverletzungen hinaus. Auch Steuerhinterziehung und Geldwäsche wird den Verantwortlichen laut Medienberichten vorgeworfen.

Freitag, 17. Juni 2011

Energieversorger TelDaFax meldet Insolvenz an

Was sich bereits seit Längerem abzeichnete, ist nun offiziell.
Der Strom- und Gasversorger TelDaFax ist zahlungsunfähig und stellte daher einen Insolvenzantrag.

In der letzten Zeit wurde immer häufiger durch Experten die Vermutung geäussert, dass der Betrieb von TelDaFax nur durch eine Art Schneeballsystem aufrecht erhalten wurde.
TelDaFax wehrte sich zwar gegen diese Vorwürfe, was die Situation für die Kunden allerdings kaum entspannte.
Diese Kunden wurden durch niedrige Preise für Strom und Gas über Vergleichsportale zu TelDaFax gelockt. Der Haken war allerdings, dass bei diesem Versorger eine jährliche Vorauszahlung über den kalkulierten Gas- bzw Stromverbrauch getätigt werden musste.
Trotz Warnungen von Verbraucherschützern, dass im Falle einer Insolvenz das Geld ohne Gegenleistung verloren sei, liessen sich viele Verbraucher auf Grund der billigen Preise auf diesen Energieversorger ein.

Betroffenen Kunden wird nun im Bericht von RTL Aktuell geraten, noch möglichst schnell (bevor der Insolvenzantrag vom zuständigen Gericht bearbeitet wurde) gegenüber TelDaFax zu kündigen und das vorausgezahlte Guthaben zurück zu verlangen.
Ob dieses erfolgreich sein wird, dürfte allerdings fraglich sein, schliesslich zeigte sich TelDaFax laut Press- und Verbraucherberichten auch vor der offiziellen Zahlungsunfähigkeit kaum bereit, die Gelder an die Kunden auszuzahlen, bzw. hielt die Kunden lange Zeit hin.
Dennoch dürfte dieser Weg erfolgversprechenden sein, als drauf zu hoffen, bestenfalls Kleinstgeträge aus der Insolvenzmasse zu erhalten.

Nach kino.to nun auch iShareGossip.com in fremden Händen

Nach dem seit kurzer Zeit auf Kino.to trophäenartig ein Hinweis der Kriminalpolizei finden ist, dass die mehrere Betreiber festgenommen und die Seite geschlossen wurde, scheint nun mit iShareGossip.com auch die zweite fragwürdige Seite, welche immer wieder Gegenstand von Medienberichten und behördlichen Ermittlungen war, in fremden Händen zu sein.

Allerdings handelt es sich bei den neuen "Besitzern" nicht um die zuständigen Behörden, sondern um ein Hackerteam namens 23timesPi, welche vorgibt, die Mobbing-Plattform gehackt und übernommen zu haben.
Anders als die Sat1-Sendung "Akte" scheinen die Hacker allerdings Informationen über die eigentlichen Betreiber dieser Seite zu haben, nach welchen die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main fahndet.

Auf der Seite iShareGossip.com prangt nun ein Gedicht und der Hinweis an die Betreiber, dass sie sich innerhalb einer Woche der Polizei stellen sollen, ansonsten würden alle bekannten Daten über diese Personen veröffentlicht.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Stern TV: Der Nepp mit der App - Durch den Werbebanner in die Abofalle

SternTV berichtete in seiner Ausgabe vom 01.06. über den "Nepp mit der App".
Bereits das RTL-Nachtjournal informierte vor einer Zeit über die Abzocke per Werbebanner in Handy-Applications.
Oft schon nach einem einizigen Klick auf einen solchen Banner behauptet der Anbieter, der Verbraucher habe einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen.

Im SternTV-Bericht werden mal wieder zwei Fakten deutlich:

- Erstens tauchen die selben Anbieter immer mit neuen Abzockmethoden auf.
So wurden beim Test des Stern TV-Teams die meisten ungewollten Abos mit dem altbekannten Handy-Abzocker Jamba geschlossen.
Nach TV-Werbespots und dann Internetseiten mit jeweils kaum wahrnehmbarer Preisangabe, durch welche (oftmals beschränkt geschäftsfähige, minderjährige) Verbraucher in die Abofalle gelockt wurden, hat Jamba jetzt wohl die Werbebanner in Smartphone-Apps für sich entdeckt.

- Zweitens geben sich die Mobilfunkanbieter zwar immer auf Anfragen der Presse bzgl. Handy-Abofallen sehr redlich und behaupten, dass sie nach Kenntnis, bzw. Widerspruch des Kunden von der Inkassierung des fragwürdigen Postens absehen. In der Realität sieht es allerdings nach wie vor so aus, dass mit massivem Druck und erheblichen Konsequenzen, wie der Sperrung des Handy-Anschlusses, versucht wird, den Verbraucher zur Zahlung dieser unberechtigten Forderungen, welche das angeblich abgeschlossene Abo mit sich bringt, zu nötigen.

T-Mobile
, das mit solchen verbraucherfeindlichen Praktiken im Stern TV-Bericht genannt wird, ist hier leider kein Einzelfall.
Auch Anbieter wie Alice (Hansenet), sowie Eplus und Vodafone ist es scheinbar oftmals wichtiger, für fragwürdige Abofallen-Abzocker Beträge einzuziehen, statt seine Kunden bei der berechtigten Nichtzahlung zu stärken.


Folgend der Stern TV-Bericht in welchem Verbraucherschutzjurist Thomas Bradler im nachfolgenden Interview wertvolle Tipps gibt, wie sich betroffenen Verbraucher gegen diese Abofallen-Forderungen wehren können:

Für moderne Smartphones gibt es unzählige kostenlose Anwendungen - vom Spiel bis zum Infoangebot. Doch Vorsicht: Auch bei den Gratis-Apps können Verbraucher schnell in die Kostenfalle tappen.




Dubiose Geschäfte mit angeblichen EHEC-Wundermitteln

Wie beinahe jedes Thema, welches die Medien dominiert und Angst bei vielen Verbrauchern auslöst, ruft auch die EHEC-Epidemie fragwürdige Geschäftsleute auf den Plan.
Obwohl weder über den Urspung der EHEC-Fälle, wie auch über die ultimativ wirksamen Behandlungsmethoden der Erkrankung viel bekannt ist, haben windige Geschäftemacher natürlich wieder die tollsten Entwicklungen im Angebot, mit denen sich der Verbraucher angeblich sicher vor EHEC fühlen kann.

Einige dieser wundersamen Erfindungen gegen EHEC-Keime sind UVC-Licht und ein Desinfektionsmittel, durch welches Silberpartikel auf die Lebensmittel gesprüht werden.
Laut Experten sind solche Dinge allerdings vollkommen wirkungslos gegen EHEC; lediglich das Erhitzen der Lebensmittel auf über 70 Grad würde die EHEC-Keime wirksam abtöten.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Polizeiaktion: Kino.to abgeschaltet, mutmassliche Betreiber verhaftet


Wie verschiedene Medien berichten, wurde die viel besuchte Streaming-Plattform Kino.to, sowie zahlreiche Filehoster, auf denen die raubkopierten Filme, die auf Kino.to verlinkt wurden, vom Netz genommen. Einer der abgeschalteten Dienste scheint der vielfach auf Kino.to verlinkte Streaming-Dienst Duckload.com zu sein.

Statt dass auf Kino.to die neusten Kinofilme als Stream vorzufinden sind, wies bis vor wenigen Momenten eine Warnmeldung der Polizei darauf hin, dass die Betreiber wegen des "Verdachtes der Bildung einer krimiellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen" festgenommen wurden und das Vertreiben von sog. Raubkopien strafrechtliche Konsequenzen mitsich bringe:


Ermittlungsbehörden führten heute in Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden Durchsuchungsmassnahmen und Festnahmen gegen 13 Personen durch. Nach einer weiteren wird noch gefahndet.

Der Schaden, welcher durch die Verbreitung der zahlreichen Filme über Kino.to entstand, soll im Millionen-Bereich liegen, ebenso wie der Gewinn, den die Betreiber durch das Betreiben der Seite erzielten.
Laut sehr vorsichtigen Schätzungen von Abzocknews erwirtschaftete die Seite Kino.to jährlich Umsätze von ca. 3,4 Mio Euro, alleine (zumindest in der Vergangenheit) durch die dort aufdringlich beworbenen Freeware-Abofallen wie Opendownload, Softwaresammler und top-of-software.
Die tatsachlichen Umsätze, durch z. B. weitere Werbung, Provisionen durch Videohoster, bzw. Einnahmen durch eigens betriebene Videohoster usw., dürften wohl um einiges höher sein. Alleine die laut Staatsanwaltschaft "rund 4 Mio Besucher", welche die Seite täglich gehabt haben soll, dürften -selbst wenn diese Besucherzahl um einiges überzogen sein könnte- dennoch den Umfang der möglichen Einnahmen deutlich machen.
Wenig verwunderlich, wenn diese Gewinne aus dem Betreiben dieser Seite, sowie verbundenen Diensten, nicht ordnungsgemäss versteuert wurden.
So waren neben gewöhnlichen Polizisten und Datenspezialisten auch Steuerfahnder an den Durchsuchungsaktionen beteiligt.

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), wie auch die Ermittlungsbehörden versuchten schon seit längerer Zeit vergeblich die Verantwortlichen von Kino.to ausfindig zu machen, wie die Wirtschaftswoche bereits vor über einem Jahr ausführlich berichtete.

Dienstag, 7. Juni 2011

WDR-Markt berichtet über Abzocke von dubiosen Umzugsfirmen

In Tageszeitungen finden sich unzählige Anzeigen von Umzugsunternehmen und Speditionen, welche oftmals zu günstigsten Konditionen Umzügsdienstleistungen anbieten. Manche davon entpuppen sich aber dann als schwarze Schaafe, welche die Umzugssituation ausnutzen.
Es stellt sich schnell heraus, dass das ursprüngliche Angebot unzählige Standartleistungen eines Umzuges nicht erhält oder enorme Summen für Fahrzeiten und ähnliches dazu gerechnet werden.
Da während des Umzuges, wenn sich teilweise der gesamte Hausrat schon auf auf dem LKW der Firma befindet, mit einer drohenden Haltung plötzlich diese Unsummen gefordert werden, fühlen sich viele Kunden dieser dubiosen Umzugsunternehmen genötigt zu zahlen.

Besonders gerne werden offensichtlich ältere Personen ausgenommen, da diese gewöhnlich besonders leicht zu unter Druck zu setzen sind. Daher bieten solche Umzugsanbieter wohl auch gerne einen "Seniorenrabatt" an, um an das dementsprechende Klientel zu kommen, bei welchem i.d.R. wenig Gegenwehr zu erwarten ist.

Eine professionelle und zuverlässige Umzugsfirma hilft, Umzugsstress zu vermeiden. Doch wie erkennt man ein seriöses Angebot? Und was tun, wenn man an die falsche Firma geraten ist?

Montag, 6. Juni 2011

WDR Markt über Suchtgefahren bei Browsergames

Sog. Browsergames, auch MMOG genannt, eroberten in den letzten Jahren das Internet. Dabei handelt es sich um Computerspiele, welche (i. d. R. ohne Installation) direkt über den Internetbrowser online spielbar sind.
Die Anmeldung und das grundsätzliche Spielen ist gewöhnlich kostenlos, der Spieler muss lediglich für hilfreiche, virtuelle Gegenstände (sog. Items) oder Zusatzfunktionen, wie der Verschönerung der Spielfigur etc., kleine Beträge zahlen.
Die Kosten für die jeweiligen Zusatzfunktion oder Gegenstände sind normaler Weise klar ausgewiesen, ebenso handelt es sich jeweils nur um kleine Beträge.
Sobald der Spieler allerdings eine Art Suchtverhalten entwickelt, summieren sich diese Minibeträge oftmals zu vierstelligen Summen.

Besonders erschreckend ist die Aussage des Brancheninvestors Tim Chang, der scheinbar u.a. offen eine Art Spielsucht der Nutzer als Ziel zur Umsatzmaximierung ausgibt:
"Man muss seine Nutzer süchtig machen.
Man muss erreichen, dass sie (die Spieler, d. R.) genervt sind, weil es so lange dauert, bis sie was erreichen. Das provoziert Impulskäufe von Gütern, die helfen, Zeit zu sparen. Das ist der Kern einer guten Zwangsschleife."

Dienstag, 31. Mai 2011

NDR-Markt über die Branchenbuch-Abzocke der Gewerbeauskunfts-Zentrale

Die Masche mit sog. Adressbuchschwindel ist nicht neu, aber offenbar leider immer noch erfolgreich.
Mit einem oftmal behördlich wirkenden Schreiben wird (i.d.R. kleinen) Gewerbetreibenden suggeriert, es sei ein Eintrag in ein Gewerberegister o. Ä. nötig, man solle das beiliegende Formular auf Vollständigkeit prüfen, unterschreiben und zurücksenden. Macht der Gewerbetreibende dieses vernünftiger Weise nicht, kommt oftmals wenig später ein weiteres Schreiben, welches dringlicher wirkt und nochmal ausdrücklich zur Absendung des Formulares auffordert.

Durch die Gestaltung des Schreibens erkennt der Gewerbetreibende gewöhnlich weder, dass es sich bei diesem so dringlich und oft amtlich wirkenden Schreiben nur um ein "Angebot" für ein nutzloses Branchenverzeichnis handelt, noch dass dieser wertlose Eintrag kostenpflichtig sein soll.

Die NDR-Sendung Markt berichtete in seiner letzten Ausgabe nun über die GWE-Wirtschaftsinformations GmbH, welche versucht, den Empfängern ihrer Schreiben Verträge für einen Eintrag in ihrem "Branchenregister" gewerbeauskunft-zentrale.de unterzuschieben.

Wehren lohnt sich!
Sobald man gemerkt hat, dass man durch die beschriebende Masche, wie sie u. a. die Gewerbeauskunfts-Zentrale vewendet, einen Vertrag untergeschoben bekam, sollte man natürlich diesen schnellstmöglich wegen arglistiger Täuschung und hilfsweise wegen Irrums anfechten. Es ist zwar kaum wahrscheinlich, dass solch dubiose Firmen eine Anfechtung akzeptieren, aber auch das sollte den Getäuschten nicht verunsichern oder gar zur vorschnellen Zahlung veranlassen.

Es gibt unzählige Urteile, welche die Geschäftspraktiken solcher Adressbuchschwindler als arglistige Täuschung oder gar Betrug werteten. Es lohnt sich also i.d.R., sich im Zweifel auch gerichtlich zu wehren.
Auch zu Gunsten von Opfern der Adressbuchschwindler der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH (Gewerbeauskunfts-Zentrale) gibt es bereits Urteile.
Das Landgericht Hamburg z.B. sprach in seinem Urteil, bei dem sich der Getäuschte durch eine negative Feststellungsklage gegen die Forderung der Gewerbeauskunfts-Zentrale wehrte, über deren Geschäfsgebahren deutliche Worte:
Zu Recht und mit zutreffender Begründung hat das Amtsgericht festgestellt, dass die Beklagte sich ihre behaupteten Ansprüche gegen den Kläger durch Betrug verschafft hat.

Die Kammer ist aufgrund einer Gesamtschau der vorliegenden Umstände des Einzelfalles davon überzeugt, dass die Beklagte in Täuschungsabsicht gehandelt hat.

Der Volltext und weitere Details zum Urteil sind hier zu finden.


- Der Beitrag von NDR-Markt in der Mediathek

- Weitere gesammtele Informationen und Pressberichte über die Gewerbeauskunfts-Zentrale(.de) sind bei antiabzockenet abrufbar.

Angeblicher iShareGossip-Betreiber nur "armes Würstchen" und Angeber

In der letzten Ausgabe machte die Sat1-Sendung Akte20.11 den angeblichen Betreiber der Mobbing-Plattform iShareGossip.com (ISP) ausfindig und interviewte ihn, siehe
iShareGossip: "Akte" findet den angeblichen Betreiber

Auf Grund der Tatsache, dass das Interview keine nenneswerten Details über die Seite, dafür angeberische Aussagen über völlig unrealistische Einnahmen beeinhaltete und dazu die echten Daten des Interviewten innerhalb kürzester Zeit zu recherchieren waren, war es wohl von vornherein sehr fraglich, ob es sich tatsächlich um den Verantwortlichen von IShare Gossip handeln würde.

Wie zu erwarten war, wurde die interviewte Person, die den Behörden im Interview noch "viel Spaß beim Suchen (nach ihm)" wünschte, innerhalb kürzester Zeit festgenommen und wie ebenso zu vermuten war, handelte es sich nicht um den wirklichen Betreiber der von Bundesfamilienministerin Schröder auf dem Index gesetzten Schmähseite iShareGossip.com, sondern lediglich um einen Trittbrettfahrer.

Ermittler stufen laut Hamburger Abendblatt den Interviewten als "armes Würstchen" ein.
Es wird vermutet, dass er auf Grund seiner finanziell angespannten Situation die erfundene Geschichte gewinnbringend vermarkten wollte.

Mobilenobo.com - Handy-Abofalle mit viel Konfetti und kaum wahrnehmbarer Preisangabe

Während die zuständigen staatlichen Stellen bei den gängigen Internet-Abofallen in letzter Zeit immer öfters konsequentes Vorgehen beweisen, boomen nach wie vor Abzockmodelle, bei denen direkt über die Handy- oder Telefonrechnung die Forderungen inkassiert werden.
Dies zeigt auch das Geschäftsgebahren der MobileNobo LTD (mobilenobo.com), einer Brieflkastenfirma aus Zypern.
Zwar weist man auf dem eigentlichen Portal die Kosten relativ deutlch aus....
... die Hauptumsätze werden aber wohl durch angebliche Gewinnspiele generiert, welche durch Layer beworben werden.

Dem Verbraucher wird suggeriert, er könne z.B ein iPhone 3 Satin gewinnen, wofür er nur eine leichte Frage beantworten und noch schnell seine Handynummer angeben müßte.
Doch statt eines möglichen Gewinnes folgt ein Abo, welches mit wöchentlich 4,99 Euro auf der Mobilfunkrechnung auftaucht.
Diese Forderungen meint der Betreiber auf seiner arglistisch verschleierten Preisangabe begründen zu können.
Diese ist an unscheinbarer Stelle auf der Seite in einem Fließtext versteckt, ist kaum lesbar und nicht zuzuordnen. Zu guter Letzt lässt der Betreiber noch virtuelles Konfetti regnen, welcher sich teils über die Preisangabe legt und darüber hinaus den Nutzer ablenkt:

Wer auf die Abzocke von Mobilenobo.com reingefallen ist, dem ist zu raten, die Forderung gegenüber dem Abofallenbetreiber MobileNobo LTD, sowie dem Posten auf der Mobilfunkrechnung substantiiert gegenüber dem Mobilfunkanbieter zu widersprechen und die Abbuchung zu untersagen, bzw. das Geld zurückzufordern.
Hierzu kann folgendes Musterschreiben verwendet werden:


Name Datum
Anschrift


Anschrift Mobilfunkanbieter




Vertrag Nr. XXX (Rufnummer XXX);
hier: Widerspruch gegen Forderungen der Name Kostenfallenbetreiber


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit teile ich Ihnen mit, dass die Forderung der Name Kostenfallenbetreiber in Höhe von XXX € nicht gerechtfertigt ist, da sie auf einer sog. Abo-Falle beruht und daher von Rechts wegen nicht geschuldet ist. Gegenüber der Name Kostenfallenbetreiber habe ich den angeblichen Vertragsschluss bereits widerrufen und wegen Irrtums angefochten.

Sofern mir der oben genannte Betrag von Ihrer Seite in Rechnung gestellt wird, widerspreche ich hiermit der Abbuchung von meinem Konto. Ich stelle klar, dass diese angebliche Forderung der Name Kostenfallenbetreiber von der Einzugsermächtigung nicht gedeckt ist.

Der um die angebliche Forderung der Name Kostenfallenbetreiber gekürzte Einzugsbetrag soll ausschließlich zur Tilgung der Forderungen Ihres Hauses sowie gegebenenfalls sonstigerDrittanbieter mit Ausnahme Name Kostenfallenbetreiber verwendet werden (Tilgungsbestimmung im Sinne der §§ 45h Abs. 2 TKG, 366 Abs. 1 BGB).


Mit freundlichen Grüßen


Ihr Name




Mittwoch, 25. Mai 2011

iShareGossip: "Akte" findet den angeblichen Betreiber

Seit einiger Zeit versuchen die deutschen Behörden den Betreiber der Schmähplattform iShareGossip, kurz ISG, ausfindig zu machen. Die deutsche Bundesregierung setzte diese Seite gar auf den Index, während die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main, ebenso wie die Presse internationale Spuren verfolgte.
Mal war die Rede, die Seite würde aus Neuseeland aus betrieben, dann wurden wieder Spuren nach Lettland verfolgt und nun landete das "Akte"-Team in Schleswig-Holstein und präsentierte einen jungen Mann, der prahlte, er sei der Betreiber von iShare Gossip.
Doch was darf man davon halten?

Auch wenn der Name und die Bilder im TV-Bericht anonymisiert waren, hat es uns und sicher viele andere, (noch während des laufenden Beitrages) weniger als eine Minute gekostet, um die wahre Identität und gar Teile des Lebenslaufes des Manuel T. herauszufinden.
Sollte es sich bei dem Herren im Sat1-Beitrag wirklich um den Verantwortlichen der Mobbing-Seite iShareGossip.com handeln, dürfte Manuel Tro......, der den Ermittlern im Interview noch lachend "viel Spaß beim Suchen" wünschte, morgen seinen 25. Geburtstag vermutlich nicht zu Hause feiern.

Isharegossip.com - Auf den Spuren des Betreibers der Mobbing-Webseite:




Update:

Mitlerweile wurde die vom Akte-Team interviewte Person verhaftet und vernommen.
Es stellte sich allerdings heraus, dass es sich nicht um den Betreiber der Seite iShareGossip.com, sondern einen Trittbrettfahrer handelte, siehe dazu
Angeblicher iShareGossip-Betreiber nur "armes Würstchen" und Angeber

Gutscheindienste: Mal Schnäppchen, mal Abzocke

In jüngster Zeit schossen Gutschein-, bzw. Rabatt-Dienste, wie z.B. Groupon, wie Pilze aus dem Boden.
Das Konzept besteht darin, dass verschiedene Dienstleistungsbetriebe, sei es das Restaurant von nebenan oder diverse Internetservices, über diesen Dienst Gutscheine oder Rabattscheine zur Verfügung stellen können, um Kunden zu werben.
Hierbei können die Kunden durchaus das ein oder andere Schnäppchen machen, allerdings auch auf die Nase fallen, wenn z.B. der Anbieter alles versucht, die Leistung, für welche der Verbraucher den Gut- oder Rabattschein kaufte, nicht zu erbringen.
Akte20.11 berichtete über diese Dienste und ließ von einem Verbraucheranwalt einige Rechtsfragen beantworten: