Dienstag, 19. Oktober 2010

Stadtwerke warnen vor betrügerischen Stromrechnungen

Laut eines Berichtes von Spiegel.de warnt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) die Verbraucher.
Zur Zeit versenden Betrüger massenweise täuschend echt aussehende Schreiben, in denen Stromkunden zur Nachzahlung aufgefordert werden. Als Absender ist eine angebliche Stadtwerke GmbH angegeben.
Laut VKU versuchen die Trickbetrüger in ihren Schreiben den Anschein zu erwecken, es würde sich um eine gewöhnliche Stromnachzahlung handeln. Um diesen Eindruck zu festigen, liegt den Schreiben eine angebliche Abrechnung des Stromverbrauches, sowie ein bereits ausgefüllter Überweisungsträger bei.

Stromkunden sollten diesen betrügerischen Forderungen natürlich auf keinen Fall nachkommen und im Zweifel sich bei ihrem Stromversorger über die Rechtmässigkeit möglicher Nachforderungen informieren. Ebenso wäre bei Erhalt eines betrügerischen Schreibens eine Strafanzeige wegen versuchten Betruges zu empfehlen.

Echte Schreiben des Stromanbieters erhalten sowohl die wirkliche Kundennummer des Stromkunden und den Names des Stromversorgers, was bei den betrügerischen Briefen der angeblichen Stadtwerke GmbH nicht gegeben sei.

-Update -

Laut verschiedener Presseberichte soll sich mitlerweile der mutmaßliche Täter in Begleitung eines Anwaltes der Polizei in Detmold gestellt haben.
Finanzieller Schaden der Stromkunden soll nicht entstanden sein, da die zwei Bankkonten, welche in den falschen Stromrechnungen genannt waren, umgehend gesperrt wurden.

Somit bliebt dem Täter wohl von diesem Betrugsversuch nichts, ausser hohe Portokosten für die massenhaft verschickten Briefe an die Stromkunden, sowie eine Verurteilung wegen versuchten Betruges.

Montag, 18. Oktober 2010

premium-outlet24.de - Neue Abzockseite der Eventus Lernsystem GmbH

Nach Abofallen mit Routenplanern und Einbürgerungstesten, versuchen die Verantwortlichen der Eventus Lernsystem GmbH nun mit der Outlet-Abzocke www.premium-outlet24.de Verbraucher zu finden, die ihre Adresse (z.B. auf Grund des beworbenen Gewinnspieles) angeben und sich dann auch noch von den wohl folgenden, unbegründeten Forderungen und haltlosen Drohungen beeindrucken lassen und aus Angst oder Unwissenheit bezahlen.

Wie bei anderen Abofallen, wie z.B. Outlets.de der IContent GmbH (siehe dazu Gericht: Kein Vertragsschluss bei outlets.de), ist auch bei premium-outlet24.de der Preis lediglich gut überlesbar in einem Fließtext am Rand der Seite platziert.
Dem Nutzer wird dagegen suggeriert, die Daten würden zur Teilnahme des (angeblichen) iPad-Gewinnspieles benötigt:


Verbraucher, die auf die Masche der Eventus Lernsystem GmbH reingefallen sind, sollten auf keinen Fall zahlen und sich nicht von Rechnungen, Mahnungen, Anwalts- oder Inkassoschreiben beeindrucken lassen.
Bei Unsicherheiten helfen z.B. die Verbraucherzentralen weiter.

WDR - Die Story: Das Milliardengeschäft der Gewinnspiel-Mafia

Bereits jüngst berichtete der ORF über die Machenschaften eines mafiös strukturieren Betrugskartells. Verbraucher, meistens Senioren, werden mit unerwünschten Anrufen und vorgeschobenen Gründen dazu bewegt, ihre Bankdaten preiszugeben. Dann wird diesen Angerufenen unterstellt, sie hätten einen Vertrag (i.d.R. mit einem sog. Gewinnspieleintragungsdienst) abgeschlossen und einer monatlichen Lastschrift zugstimmt.
Sofern nach den ersten Kontoabbuchungen keine Gegenwehr des Opfers folgt, buchen weitere Briefkastenfirmen des Firmengeflechtes ab, wiederum mit der Behauptung, es sei auch ein Vertrag und eine Lastschrifteinwilligung mit diesen Firmen geschlossen worden. So werden Konten von alten, hilflosen Menschen systematisch leergeräumt und diese in den finanziellen Ruin getrieben - der Schaden soll bereits mehrere Milliarden Euro betragen.
Die Fäden bei dieser Masche sollen aus Österreich gezogen werden, auch Verbindungen zur österreichischen Regierung wird den Verantwortlichen nachgesagt.


Bei Witwe Karla B., 83, begann es vor etwa zwei Jahren: Plötzlich buchen angebliche Gewinnspielunternehmen von ihrem Konto ab - einmal, zweimal, immer wieder - und plötzlich sogar mehrere Firmen parallel. Die Namen hat sie nie gehört, nie einen Vertrag unterschrieben. Die Abbuchungen übersteigen bald die schmale Rente der alten Dame - im August buchen die Glücksversprecher insgesamt 1600 Euro ab. Der Fall Karla B. ist einer von Hunderttausenden.

Tagtäglich nerven Firmen mit ihren unerwünschten Telefonanrufen, mit denen sie Gewinnspiele verkaufen wollen.

Die böse Wahrheit hinter dem Geschäft: Eine Lastschriftvereinbarung muss nicht schriftlich erfolgen, mündlich geht es auch. Deshalb verstricken Hunderte Call-Center in Deutschland und im Ausland vor allem ältere Leute in langatmige Gespräche – mit dem Ziel, ihnen die Kontonummer zu entlocken und irgendwann im Gespräch ein einziges kurzes „Ja“ zu hören.

die story zeigt, wie Geschädigte auf diese Weise Geld verloren haben. Hochrangige Aussteiger demonstrieren, wie der Betrug am Telefon funktioniert. Die Hintermänner sitzen an einer vornehmen Adresse im Ausland. Ihr Umsatz soll im vergangenen Jahr die Milliardengrenze gesprengt haben. Erst jetzt beginnen Kripo und Staatsanwälte, die Strukturen des Systems zu durchleuchten.


Das Milliardengeschäft der Gewinnspiel-Mafia - Teil 1:



Das Milliardengeschäft der Gewinnspiel-Mafia - Teil 2:



Das Milliardengeschäft der Gewinnspiel-Mafia -Teil 3:

Sat1 Akte berichtet über die MMS-Abzocke der Elustra Limited

Gleich zweimal berichtete die Sat1-Sendung Akte2010 über die Abzocke der Elustra Limited, Betreiberin der Seiten www.mobile-dienst.com und www.online-postfach.com
Auch bei dieser Abzockmasche ist kaum ein Unterschied zu altbekannten Abzockern zu finden. Ein Arbeitsloser mit finanziellen Problemen wird als "Geschäftsführer" eingesetzt, Firmenadressen sind bestenfalls Briefkästen oder existieren schlichtweg gar nicht.
Ebenso wie bei ähnlichen "Diensten" (z.B. Nachbarschaftspost.com) wird durch einen betrügerischen Vorwand (angeblicher Erhalt von Nachricht, MMS oder ähnliches) der Verbraucher auf die Seite gelockt und zur Anmeldung bewegt. Der Preis ist gut versteckt im Fliesstext am Seitenrand plaziert.
Betroffenen ist auch hier ausdrücklich zu raten, auf keinen Fall die Forderungen zu begleichen.

Erster Akte2010-Bericht über die Elustra Ltd.:
Tausende Handy-Besitzer in ganz Deutschland bekommen in diesen Tagen eine SMS mit folgendem Inhalt: "Ein Bild konnte nicht zugestellt werden, da Ihr Handy für MMS nicht aktiv ist." Im Internet soll man das Foto ansehen können, doch wer sich dort anmeldet landet in der Abo-Falle. AKTE-Reporter sind durch halb Europa unterwegs und stellen den Geschäftführer! Mit einem überraschenden Ergebnis.




Zweiter Akte2010-Bericht über die Elustra Ltd.:
Zehntausende Deutsche haben diese SMS bekommen: "Ein Foto ist angekommen. Ihr Handy ist nicht für MMS aktiv. Gehen Sie unter www.mobile-dienst". Wer dann im Internet nachschauen will, ist in eine Abo-Falle getappt. Kosten: 96 Euro Jahresbeitrag und das für zwei Jahre Laufzeit! Eine neue, fiese Abzocke. Bereits im September hat AKTE den Geschäftsführer der Firma gestellt, der hinter jenen Seiten im Internet steckt. Doch es stellt sich heraus: Der 22jährige Arbeitslose ist nur ein Strohmann. Er hat seinen Namen und seine Anschrift für clevere Geschäftsleute gegeben, die mit der Abzock-Firma das große Geld gemacht haben.
Wie ist dieser Andreas G. in die Fänge jener Firma geraten, und wer ist der wahre Hintermann an der Spitze? AKTE lässt in solchen Fällen nicht locker - hat nach wochenlanger Recherche einen der Abzock-Hintermänner vor die Kamera bekommen.


ORF über Gewinnspielabzocke und illegale Kontoabbuchungen des Wiener Karussells

Auf Mallorca wurden vor kurzem vier Mitglieder einer mutmaßlichen Telefonbetrüger-Bande festgenommen. Darunter ein Grazer. Ein 'Schauplatz'-Team war zur gleichen Zeit auf der Balearen-Insel. Und hat dort gemeinsam mit einem Insider einen der Hintermänner des international tätigen Firmengeflechts gesucht.


Teil 1:




Teil 2:



Teil 3:

Mittwoch, 28. Juli 2010

NDR Markt - Glänzende Versprechen: Goldkauf im Internet

Mit den steigenden Gold-Preisen sind in der letzten Zeit unzählige Anbieter aufgetaucht, die den Ankauf von Gold, wie z.B. alten Schmuck oder auch Zahngold usw., zu "fairen Preisen" oder "Höchstpreisen" bewerben. Ebenso wird zugesagt, man könne sein Gold ohne Risiko einschicken, um ein unverbindliches Angebot zu erhalten.

Wie die NDR-Sendung Markt aufdeckte, sind dieses aber vielfach nicht mehr als Werbeversprechen.
Statt "Höchstpreisen" wird dem Kunden ledglich ein Bruchteil des eigentlichen Goldpreises geboten. Höchstens wenn das Angebot abgeleht wird, kann noch eine Erhöhung des Angebotes erfolgen, welche aber gewöhnlich ebenso nicht im Ansatz an den eigentlichen Wert des Goldes heran reicht.
Besonders dreist, wenn nicht gar betrügerisch gingen einige Anbieter vor, die dem Goldeigentümer ein Angebot schickten und sobald dieser sein Gold auf Grund des geringen gebotenen Preises zurück verlangte, kam lediglich die Mitteilung, eine Rückgabe sei nicht möglich, da man das Gold bereits eingeschmolzen habe.

Anhand der Tabelle wird deutlich, wie gravierend die Angebote der Goldankäufer von dem eigentlichen Goldpreis, bzw. dem Schätzpreis durch einen Fachmann, abweichen:


SchätzpreisAngebot
Gold-bringt-Geld
370,00 Euro99,42 Euro
Cash4Gold
410,00 Euro109,60 Euro
Briefgold
282,50 Euro61,48 Euro
MoneyGold185,30 Euro143,54 Euro




Zum NDR-Betrag:
Altgoldankauf übers Internet

Sat1 Akte berichtet über nackte-wm2010.net der United Payment Ltd.

Wer Sie mit der Trikot-Falle ums Geld bringt

Vanessa W. meldet sich in der Akte-Redaktion. Sie hat eine Rechnung über 59 Euro erhalten und angeblich einen Vertrag mit der United Payment Limited abgeschlossen. Doch davon hat sie erst in der Rechnung per Email erfahren! Vanessa soll sich bei einem WM-Spiel im Internet angemeldet haben:
Eine Softerotik-Seite, auf der sich eine junge Frau immer weiter "entblättert", je mehr Links man an andere über Soziale Netzwerke verschickt. Die Masche kennt AKTE bereits und trifft auf bekannte Abzocker!

AKTE 20.10 über kaltherzige WM-Trittbrettfahrer




Auch wenn sich Robert Fussan, damaliger Verantwortlicher ähnlicher Abzocke, im Beitrag zu tiefst entrüstet zu zeigen schein, wie man ihn mit der Abzocke von www.nackte-wm2010.net in Verbindung bringen könne, ist jedoch zweifelhaft, dass er sich wirklich aus dem Geschäft mit der Abzocke zurück gezogen hat, wie Recherchen von antiabzockenet.blogspot.com ergaben.
Ebenso interessant ist eine weitere dort geschilderte Tatsache:
Interessant ist in dem Zusammenhang, dass die Rechnung stellende Firmierung Payball Payment GmbH seit über einem Jahr nicht mehr existent ist.
Betroffene, die auf die Abzocke von nackte-wm2010.net reingefallen sind und in Folge eine Rechnung/Mahnung für vivis-homepage.de bekommen, sollten auf keinen Fall zahlen. Für die Mails mit den Zahlungsaufforderungen gibt es einen passenden Button:



Auch von möglichen Mails von Inkassofirmen, oder Anwälten wie dem bei Kollegen "hoch angesehenen" Frank Michalak, der für die Einschüchterung der Vorgängerdienste (z.B. Hasimaus.de, pyjamagirls.de) seinen Namen, bzw. Anwaltstitel hergab und somit unwissende Verbraucher zu verunsichern und zur Zahlung zu verleiten versuchte, können ignoriert werden und sollten den Empfänger nicht im Geringsten beeindrucken.